Grand Canyon - Rim to Rim, Fortsetzung

 

Wenn man im Canyon eine mehrtägige Wanderung plant, ist es eine Überlegung wert, eine geführte Wandergruppe zu wählen. Ohne Frage ist die Tour "Rim to Rim" die klassische Strecke, gerade wenn es sich vielleicht um die erste derartige Tour handelt. Auch wenn die Kosten für eine von einer kommerziellen Agentur geleiteten Wandergruppe vergleichsweise hoch sind, so bieten sich doch viele Vorteile. 

Quer durch den Canyon sind es nur etwa 20 km Luftlinie vom North Rim zur Südkante. Der Weg auf der Strasse beträgt hingegen etwa 350 km (von Flagstaff). In einem Land ohne öffentliche Verkehrsmittel muss man daher die Anreise (oder Rückkehr) zum Parkplatz selbst organisieren, wodurch auch Kosten enstehen. Selbstverständlich ist bei einer geführten Wanderung "Transportation to North Rim" immer dabei.

Ein anderes Detailproblem ist, dass die üblichen Brennstoffe für Camping-Equipment nicht im Flugzeug transportiert werden dürfen. Man erspart sich also die ggf. umständliche Beschaffung vor Ort. 

Das Wichtigste aber ist die Sicherheit. Manche Trails auf der Südseite, besonders der South Kaibab Trail, verfügen über keinerlei Trinkwasser. Befindet man sich hierüber in Unkenntnis, kann bei den tropischen Temparaturen jede Hilfe zu spät kommen. Ein Guide, der im Canyon "zu Hause" ist, kennt sich damit natürlich aus, und weisst auf die Trinkwasserstellen und die mitzuführenden Vorräte hin.

Im Herbst nach der Tour habe ich die Aufnahmen auf einer Ausstellung präsentiert. Ich habe an diesen beiden Tagen zwei Menschen kennengelernt, die versucht haben, an einem einzigen Tag zum Fluss und zurück zu wandern. Der eine im Sommer, der andere im Winter. Auch im Winter geht es nicht, da aufgrund der Temparaturen ein Notbiwak im Schnee nicht in Frage kommt. Beide waren der Erschöpfung nahe und bereit "jeden Preis" für eine Hubschrauberrettung zu bezahlen. Wobei natürlich im Canyon Mobilfunk nicht funktioniert ...

Neben der organisatorischen Vorbereitung ist auch eine gute körperliche Vorbereitung wichtig. Es müssen 15 kg Gepäck transportiert werden, herunter und wieder herauf.

Eine solche Wanderung ist wirklich ein einmaliges Erlebnis. Es ist auch durchaus möglich, das in Eigenregie vorzubereiten. Aber ohne gute Vorbereitung - spontan weil man gerade da ist und vielleicht einen Verlängerungstag anhängt - geht es nicht. 

 

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